Vinaora Nivo Slider Schottische Tradition

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x

WARNRUFE

Auch die Clans der Borders und diejenigen, die heute zu den Lowlands gerechnet werden, hatten ihre Slogans. Die Maxwells riefen: „I bid ye bide ward law,“ was die Versammlung des Clans auf dem Treffpunkt bedeutet; und die Logans versammelten sich beim Ruf „Lesterick low.“ Die Schotten von Buccleuch hatten „Ale muir,“ – die Johnstones: „Light thieves all;“ - die Mercers of Aldie: „The gryt pool,“ - Hepburn: „Bide me fair,“ – Seton: „Set on,“ – Cranston: „A Henwoodie,“ etc. Bestimmte Gebiete hatten ihre eigenen Treffpunkte, deren Namen als Alarmruf dienten. Die Bewohner von Glen-livet in Banffshire hatten „Bochail“, einen wohlbekannten Hügel. Wo keltische Stätten vorherrschten, bevorzugte man deren Namen als Schlachtruf, was nicht nur auf die Zeit der Musterung beschränkt war, sondern auch im Krieg als Erkennungszeichen und Warnruf diente.

Die Franzosen hatten ursprünglich „Monte joye, St. Denis,“ was von „Tue! Tue!“ abgelöst wurde. Die schottischen Könige benutzten als allgemeinen Ausruf „St. Andrew.“ Die alten Iren hatten „Farrah! Farrah!“ das von farrach, Gewalt, abgeleitet wird, aber eher „Faire!“ Sei wachsam, entspricht. Bei den Gälen dieses Landes war es gebräuchlich, die Interjektion (Ausruf) bus oder abu den einzelnen Schlachtrufen hinzuzufügen, von der es heißt, sie wäre gleichbedeutend mit „Angelegenheit“ oder „Sache“, z.B. Butler abu = die Sache Butlers. Diese Interpretation fußt auf der gleichen Ignoranz des Gälischen, wie wir es bei der Interpretation des Schlachtrufs der Earls of Kildare, heute des Duke of Leinster, sehen können, der vom Anglo-irischen Parlament schon so oft als Parole der Rebellion verurteilt worden ist. Crom-aboo heißt übersetzt „Ich brenne“; und es ist Cuirambuaidh, das zu deutsch „Ich werde den Sieg erringen“ bedeutet. Die O’Neals hatten „Lamh dearg, abu,“ die rote Hand zum Sieg! – O’Briens, MacCarthys und Fitz Maurices: „Lamh-laider abu,“ die starke Siegeshand; - O’Carrol: „Shuat-abu,“ Steh auf zum Siegen; - O’Sullivan: „Fustina stelli abu, (Fostadh steille),“ tapfer sichern wir uns den Sieg; - Clanriccard: (the Bourks) „Galriagh-abu“ Sieg dem roten Engländer: vom zweiten Earl of Ulster, Richard de Burgo, genannt „der Rote“; - Earls of Desmond: „Shannet-abu“; - MacGilpatrick: „Gearlaider-abu,“ Mache es kurz mit dem Sieg; - MacSwein: „Battalia-abu“, das edle Battalion, siegreich; nach der Streitaxt, die sie im Wappen tragen; - The Knigt of Kerry: „Farreboy-abu!“, der gelbhaarige Mann – Sieg!; - Fleming: „Teine-ar aghein-abu“, Feuer an die Bombe – Sieg!; - Hiffernan: „Ceart na suas abu“ Recht und Sieg von oben; - Hussey: „Cordereagh-abu“, Hand in Hand zum Sieg.

Schlachtrufe wurden ursprünglich nur von Prinzen oder Kommandeuren benutzt. Sie wurden auf Turnieren von den Herolden verkündet und wurden die Mottos der Familien. Einer der ältesten überlieferten Schlachtrufe ist der des Gaul MacMorn: „Der Erste, der kommt, und der Letzte, der geht.“

Der Einfluss des alten Versammlungsrufes ist im Norden Schottlands immer noch sehr stark. Der Ausruf „Cairn na cuimne!“ genügt schon, um Männer aus Deeside herbeizurufen, damit sie ihren Freunden bei Raufereien auf Märkten oder an anderen Orten beistehen. (42)

Ein Freund erzählte mir, dass er einmal durch das Hügelland von Moray zog und plötzlich den Ruf „Craig elachie, stand fast!“ hörte, worauf er verfolgen konnte, wie eine Menge Leute einem bestimmten Punkt zuströmten. Auf seine Nachfrage hin erfuhr er, dass in der Nähe ein Volksfest abgehalten wurde, auf dem die Grants mit ihren Nachbarn in Streit geraten waren.