Vinaora Nivo Slider Schottische Tradition

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VERZIERUNGEN DER SCHILDE

Die eingeprägten Ornamente auf dem Leder des Schildes ähneln den Flechtwerkmustern der Kelten, deren Lieblingsornamenten, wie sie auch auf den Griffen der Dirks dargestellt sind, sowie auf deren Broschen und anderem Zierrat. Diese komplizierte Ornamentik, die über viele Zeitalter hinweg unter den Kelten allgemein verbreitet war, ist auf den groben Steinmonumenten zu sehen, und scheint von den geheimnisvoll verflochtenen Zweigen der Bäume abgeleitet zu sein, unter denen die Druiden ihr Wissen verbargen, und von dem später noch die Rede sein soll.

Die Gallier, so Diodorus, trugen oft bronzene Tierfiguren auf ihren Schilden, die sowohl für Stärke standen, wie auch als Zierrat dienten; die der Kimbri waren hell glänzend und mit Tierfiguren verziert. Auch die Kelten gestalteten ihre Schilde gern farblich, eine Praktik, die sie schon von frühester Zeit an ausübten und die, zum Zweck der Unterscheidung, ganz klar der Ursprung der Heraldik ist, über die die Meinungen der Professoren und Historiker so stark auseinandergehen.

In Thermopylae hatten die Gallier ihre Schilde in einer bestimmten Art und Weise bemalt; die Nacht war jedoch so dunkel, dass sie die verschiedenen Muster nicht mehr unterscheiden und ihre eigenen Truppen nicht mehr erkennen konnten, was in einer kompletten Verwirrung endete.

Bei einem einfachen Nomadenvolk kann man nicht davon ausgehen, dass Einzelne bestimmte Symbole oder Zeichen haben; der Stamm insgesamt nimmt ein gemeinsames Erkennungszeichen an. Die Geschichte der Wappen muss in eine weit frühere Epoche zurückverfolgt werden als bis zur Zeit der Turniere. Dr. Henry nimmt an, dass die Einführung der Bekleidung die Übertragung der Adelssymbole vom Körper auf den Schild zur Folge hatte. Das mag zu einem gewissen Grad richtig sein, da die Haut zum Zwecke der Unterscheidung eingefärbt wurde; aber Insignien wurden, so weit ich es verstehe, erst auf Standarten und Schilden ausgeführt; und wahrscheinlich war diese Praktik anfangs auch mit einem religiösen Gefühl verbunden, indem die Symbole vielleicht verschiedene Götter darstellten. Dies untermauert die Sitte der Aestii, welche Abbildungen von Wildschweinen trugen, um die Anbetung der Mutter der Götter damit zu demonstrieren; und durch dieses Zeichen wurden sie erkannt und inmitten ihrer Feinde beschützt. Die Gallier nahmen die Bildnisse ihrer heiligen Haine mit in den Krieg. Die Prinzessin von Mailand nahm bei Hannibals Einfall in Italien die goldenen Insignien aus dem Tempel der Minerva und marschierte mit ihnen gegen die Römer. Dieses Volk bewahrte von dieser alten Sitte noch etwas; indem die Adler und anderen militärischen Abzeichen in einem kleinen Tempel zusammen mit den Schutzgöttern hinterlegt wurden, die bei der Präsentation beide den gleichen Rang einnahmen.