Vinaora Nivo Slider Schottische Tradition

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KAPITEL VII.

VON DEN WAFFEN UND DER MILITÄRISCHEN AUSRÜSTUNG DER KELTEN

The scottish gael by James LoganDie Rüstung der Kelten darf nicht fälschlich für deren Kleidung gehalten werden, insofern da sie selten ihre Verteidigungswaffen beiseite legten und draußen niemals ohne eine ihrer Waffen auftauchten. Hinsichtlich dessen müssen wir dasselbe Bedauern ausdrücken, wie wir es auch gelegentlich beim vorhergehenden Kapitel schon taten: es gibt nur wenige alte Denkmäler, die mit Bestimmtheit gallisch genannt werden können, und von diesen zeigt kaum eines die Militärkleidung. Nach Montfaucon unterdrückten die Römer jeden Wunsch danach, ein unterjochtes Volk als unabhängige Kämpfer darzustellen. Es war eine besondere Ehre, die zwei keltischen Legionen zuteil wurde und ein Tribut an ihre beispiellose Tapferkeit, dass, wie schon erwähnt, in Edessa Statuen von ihnen errichtet wurden, die sie in Waffen und Rüstung darstellen.

Die Gallier trachteten allgemein nach keiner anderen Verteidigung, als der, die ihnen die Natur bot und verachteten künstliche Mittel, um ihre Körper zu schützen; doch in voller Rüstung trugen sie sowohl Helme als auch Schilde, Brustpanzer und Kettenhemden, deren Gebrauch offenbar auf die Adligen beschränkt blieb. Die Vasallen waren entweder nicht in der Lage, sich diese Gegenstände zu beschaffen, oder lehnten das Privileg, sie zu tragen, ab. Die germanischen Fußsoldaten waren zur Zeit des Tacitus entweder nackt oder in leichte Roben gehüllt; nur wenige trugen Kettenhemden und noch weniger Helme. Die alten Briten werden beschrieben als fast nackt, auf jeglichen Rüstungsschutz verzichtend, außer auf das Schild.

Es ist nirgendwo beschrieben, ob die Eisenplatten, mit denen sie ihre Nacken und Oberkörper bedeckten, als Schmuck oder als Schutz verwendet wurden. Mela sagt, dass die Briten die gleiche Rüstung wie die Gallier trugen, und wie sie mehr auf ihre Geschicklichkeit und physische Stärke vertrauten als auf irgendeine Rüstung, die sie als Zeichen der Feigheit betrachteten. „Ich trage keine Rüstung“ sagte ein Earl of Stratherne 1138 im Standartenkrieg, „und diejenigen, die es tun, werden am heutigen Tage nicht mit mir vorrücken.“ Giraldus Cambrensis sagt, dass die Waliser nackt kämpften oder nur eine leichte Rüstung benutzten, während die Iren sie insgesamt ablehnten. In der Schlacht von Telamon zogen die Gesatae ihre Kleidung aus und standen nackt vor der Armee, nur mit ihren Waffen in der Hand, damit sie sich nicht mit der Kleidung im Gestrüpp oder anderen Hindernissen verfangen konnten. Polybius beschreibt es als schrecklich und befremdlich, diese Männer nackt marschieren zu sehen und die Bewegung ihrer großen Körper zu betrachten; dabei benahmen sie sich eher tollkühn als vorsichtig, denn sie wurden von den römischen Bogenschützen sehr gereizt, aber schließlich in einem schrecklichen Kampf zurückgeschlagen. Berichte über das Entkleiden finden wir auch bei anderen Vorkommnissen. Die Gälen bewahrten diese Sitte bis zum vergangenen Jahrhundert, wobei der Chief sich immer als erster entkleidete. Wie sehr dies auch ihren Heldenmut ehrte und wie sehr es ihnen auch die perfekte Bewegungsfreiheit verliehen haben dürfte, musste es doch bei vielen Anlässen ein starkes Bedürfnis nach einem Rüstungsschutz gegeben haben. Die Lowlander waren in dieser Beziehung den Highlandern überlegen, wie es auch in einem Lied heißt:

„Hatten nur den Belted Plaid

während jene Männer Rüstung trugen.“

Oder wie in späterer Zeit über ihre dürftige Bekleidung bemerkt wurde:

„Die Highlander sind geschickte Männer im Umgang mit Schwert oder Bogen,

doch sind sie gar nackte Männer, die noch nicht das Gewehr kennen, wie ich glaube.“

So sehr sich die Kelten auch an ihrer Verachtung der Rüstung gemessen haben mögen, lehnten sie ihren Gebrauch dennoch nicht ab, und auch ihre Herstellung war ihnen nicht unbekannt. Sie waren geschickt in der Fertigung militärischer Waffen und verwendeten auf ihre Kriegsausrüstung sehr viel Sorgfalt und Genauigkeit. Ihre größte Freude hatten sie an der Vortrefflichkeit und Schönheit ihrer Waffen. Solinus beschreibt den Aufwand, den die Iren mit ihrer Ausstattung treiben, als bemerkenswert.