Vinaora Nivo Slider Schottische Tradition

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WEITERE FRAUENKLEIDUNG

Die Damen jener Zeit trugen Ärmel aus scharlachrotem Stoff, wie auch die Männer, mit goldener oder silberner Spitze besetzt und dazu mit edelsteinbesetzten Knöpfen. Die alten Iren besetzten sie mit großen Juwelen.

Der Curtain, ein weißer geköperter Stoff aus feiner Wolle, wurde vor der Erfindung der modernen Strümpfe nur unter den Unterröcken und als Strumpfhose getragen, wobei der Fleiß der jungen Frauen an der Feinheit und Weiße des Stoffes gemessen wurde. Eine große Ausführung der Strumpfhose wurde Ossan preasach genannt.

Eines der bevorzugten Muster der Damenkleidung war: karminrot und schwarz, in Streifen zu drei oder vier Kettfäden, wobei der Schuss ganz schwarz blieb; außerdem gab es noch eine Sorte, die bevorzugt von Frauen und Kindern getragen wurde. Diese wurde aus mehrfarbigen Fäden gefertigt, die während des Färbevorgangs sehr eng um die Garnrollen gewickelt wurden, wodurch sie die blaue Farbe annahmen und nur die Überschneidungen weiß blieben. Dies ergab ein unregelmäßig geschecktes, wolkenähnliches Muster.

Die Oberbekleidung der Frauen in früheren Zeiten war in ganz Nord- und Westschottland der Full-Plaid, der gewöhnlich ca. drei Meter lang und zwei Meter breit war und der in den Highlands oft aus Curtain oder einer anderen weißen Sorte hergestellt war; in den Lowlands jedoch trug er alle Arten von beeindruckenden Mustern und war entweder aus Kammgarn oder Seide.

Diese Kleidung wird über den Kopf gezogen und unter dem Kinn mit einer Brosche oder Nadel geschlossen, oder nur über die Schultern gelegt, wenn das Wetter es zulässt. Aufgrund der sich ändernden Gebräuche tragen heute nur noch die älteren Frauen den Plaid, der früher von allen verheirateten Frauen getragen wurde, ob jung oder alt. Ein Engländer, der 1598 Edinburgh besuchte, berichtete: „die Frauen in Stadt und Land trugen Mäntel aus rauem Stoff mit kariertem Muster in zwei oder drei Farben. Umgangssprachlich nannte man sie Ploddan.“

In Edinburgh, wo Birt sagte, es wäre das Hauskleid, und vielleicht auch an anderen Orten, zeigten die Frauen durch die Trageweise der Plaids ihre politische Einstellung, wodurch sich die Jakobiten von den anderen unterschieden. Bei schönem Wetter war der Plaid sehr kleidsam, mit beiden Enden bis zu den Knöcheln herabhängend, oder in anmutige Falten fallend gehalten, gewöhnlich mit dem linken Arm, um den rechten frei zu lassen, aber manchmal auch mit beiden Armen. (34)

Wer schon einmal im schottischen Hügelland war, wird bestimmt nicht den pittoresken Anblick einer sonntäglichen Kirchengemeinde vergessen, die sich vor dem Gottesdienst auf dem Kirchhof einfindet, oder auf den Bergpfaden unterwegs ist, die Männer in ihren unterschiedlichen Tartans und den schick, schräg aufgesetzten Bonnets, die Frauen in ihren grellen Plaids und schneeweißen Matches oder Kappen und die Mädchen mit ihrem hochgebundenen kastanienbraunen Haar.