Vinaora Nivo Slider Schottische Tradition

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BONNETS

The scottish gael by James LoganBoined, oder Cappan, war die gälische Bezeichnung für die Kopfbedeckung, die bei den ersten Galliern und Briten aus unterschiedlichem Material war. Da die Form der heutigen nicht unähnlich war, können wir annehmen, dass auch gelegentlich die gleiche Wolle dafür genommen wurde. Hier darf angemerkt werden, dass Giraldus Cambrensis Biberfellkappen erwähnt, die in Cardiganshire entdeckt wurden und an denen die dortigen Einwohner noch heute hängen.

Das runde Bonnet wurde dennoch nicht nur von den Briten getragen, sondern war davor in fast ganz Europa verbreitet; zumindest die Form glich der des schottischen Bonnets, auch wenn das Material ein anderes gewesen sein könnte. Dass so viele Gesetze darüber erlassen wurden war entweder deshalb, um die Textilindustrie zu unterstützen, oder um modische Extravaganzen zu unterdrücken. In England wurde im Jahre 1571 angeordnet, dass jede Person über sieben Jahren an Sonn- und Feiertagen eine gestrickte Wollkappe tragen solle, verstärkt und zugerichtet von den Kappenmachern, unter der Strafe von 3s 4d für jeden Tag des Nichttragens, ausgenommen Lords, Ritter, Edelleute mit zwanzig Marken Land, Würdenträger, Edelfrauen, Damen und Mädchen. 1489 wurde der Preis der Kappen auf 2s 4d festgelegt. General Stewart bemerkt, dass die Basken Kappen trügen, die in Material und Form exakt denen der Highlander entsprechen. Als er mit der britischen Armee Frankreich eroberte, berichtete der Autor, dass er überrascht war, die Bauern der Pyrenäen mit seinen ihm vertrauten Bonnets zu sehen.

Die Figur des Hl. Andreas im schottischen Szepter, das zur Zeit James V. hergestellt wurde, trägt ein großes Bonnet. Dies scheint früher die übliche Kopfbedeckung in Schottland gewesen zu sein, da dieser Hut sehr schnell in Mode kam. Im landwirtschaftlichen Bericht aus Caithness wird zitiert, dass 1783 nur acht Kisten Hüte importiert wurden, jedoch im Jahre 1803 die Zahl schon auf fünfundvierzig angestiegen war.

Die damalige Kopfbedeckung eines vollständig bekleideten keltischen Kriegers war eine einfache Kappe, die der Kopfform angepasst war. Von dem Minnesänger Harry erfahren wir, dass Wallace eine unter seinem Bonnet trug. Die Iren trugen zu früherer Zeit eine Kappe aus Fries, die cappene hieß. Die königliche Kappe hieß Asion. Ungewöhnlich ist, dass sich in vielen alten Darstellungen die Form des modernen Hutes finden lässt.

Das Bonnet wird durch einen besonderen Prozess zu einem Gegenstand von beträchtlicher Dicke verstärkt. Die Farbe ist allgemein Dunkelblau, früher auch Schwarz oder Grau; oft lief noch ein schmales Band in Rot, Weiß oder Grün um den unteren Rand des Bonnets; wobei die Farben oft auf ansehnliche Weise kombiniert wurden. Die vom Militär getragene karierte Ausführung scheint nicht sehr alt zu sein. Laut General Stewart entstand sie zu der Zeit als Montrose seine Kriege führte und sollte das Wappen der königlichen Familie darstellen. Das Band der Stewarts ist dennoch silber- und blaukariert. Die Bonnets enden auf der Oberseite in einem Knoten, generell von gleicher Farbe wie das umlaufende Band, aber oft auch rot, weiß oder schwarz. Gewöhnlich ist er zu einem Bommel vergrößert und manchmal aus Seide gefertigt. Ich habe davon gehört, dass in der Rebellion von 1745 einige Offiziere aus Silber- und Goldfäden bestehende Bommel trugen. Ein schöner Ersatz für das alte Karoband ist heute bei den Ausstattern der Tracht zu finden.

Die Bewohner von Badenoch, Strathspey, Strathdon, etc, tragen das Bonnet aufgebauscht, wogegen die Männer aus Strathdee es flach tragen. Das Bonnet wird mit Hilfe von Auspolsterungen in die gewünschte Form gebracht, wobei die großvolumige Version durch einen eingezogenen Reifen ihre Form erhält. Das schottische Militär schien, wie auf alten Drucken ersichtlich, Bonnets zu tragen, doch die gegenwärtige Form ist nicht historisch. Vor Einführung der schwarzen Federn, verwendete man Bärenfell, wie bei den Mützen der modernen Grenadiere. Das Bonnet wurde mit den üblichen Lederbändern gebunden, andere verwendeten schwarze Samtbänder; dazu gehörte eine Kokarde aus demselben Material und eine Anstecknadel, manchmal aus Silber, aber gewöhnlich aus dem Schenkelknochen eines Hirsches gearbeitet, mit dem Crest, dem Motto und den Initialen des Trägers verziert, und dealg genannt. Sie hielt das Badge und die Adlerfedern.

Die Highlander schenkten ihrer Kleidung viel Aufmerksamkeit, indem sie ihr Bonaid (Bonnet) herausputzten und besonders darauf achteten, genügend lange Bänder am Bonnet zu tragen, damit diese im Wind flattern konnten. Die Offiziere des 92. Regiments trugen früher drei davon aus schwarzem Samt, die am Umhang befestigt waren, was einen schönen Effekt ergab. Von diesem Kleidungsstück heißt es, vielleicht zu unrecht, es wäre viel zu warm für den Kopf. Bei Regenwetter hat es allerdings den Vorteil, dass der Highlander es vom Kopf nehmen und auswringen kann.

Kilmarnock ist der bekannteste Markt für diesen Artikel, doch „die Bonnetmacher von Dundee“ werden schon in den Liedern ihrer Heimat besungen, während die zentral lebenden Highlander sich in Perth ausstatten.