Vinaora Nivo Slider Schottische Tradition

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GESCHMACKVOLLE FARBKOMBINATIONEN

Es ist offensichtlich, dass Familientartans größtenteils nach dem persönlichen Geschmack gestaltet sein müssen; denn auch wenn viele zweifellos von alter Herkunft sind, waren sie dennoch nicht charakteristisch für die Stämme. Einige haben sich auch neulich besondere Tartans zu eigen gemacht, während andere mit gefälschten Tartans getäuscht wurden.

Die Schwierigkeiten, eine korrekte Liste zu erstellen, muss einem nachgesehen werden, und auch ohne die ganzen Varianten anzugeben, wäre die Liste unbefriedigend und unvollständig. Da der Autor ein Werk eigens für Tartans und Badges mit Abbildungen vorbereitet, ein aus oben genannten Gründen sehr wünschenswerter Zweck, ergreift er hier die günstige Gelegenheit, von jenen Adligen und Herren, die ein Interesse an der Sache haben, Informationen oder Muster zu erbitten.

Die Notwendigkeit dieser Listen ist ganz offenbar. Jeder, der gerne seinen Clantartan besitzen möchte, könnte sich durch Nachschauen auf der Tafel informieren und sich mit diesem Wissen beim Kauf vor Fälschungen schützen. Der Vorteil der genauen Angaben zu Hersteller und Händler ist klar ersichtlich. Sie werden, durch diese Angaben, in der Lage sein, das genaue Sett eines jeden Clantartans anzubieten.

Das Wort tartan leitet sich von gälischen tarstin oder tarsuin ab und bedeutet „überkreuz“. (15)Ein Freund hat eine geistreiche Etymologie des cath-dath vorgebracht, bevor es als „Kriegsfarbe“ übersetzt wurde: Es wäre sehr passend, es als „Krieg der Farben“ zu bezeichnen, wenn sie untereinander um die brilliantesten Farben wetteiferten. Das französische Tyretaine, eine Art Wollstoff, ist selbstverständlich gallischer Herkunft. John de Meum, der das Werk Romance of the Rose weiterführte, erwähnt scharlachroten Wollstoff namens Tyretaine, der für ein Damenkleid verwendet wurde.

Diese Herstellungsweise scheint in Frankreich unbekannt zu sein. Ein Herr, der den Kontinent vor einigen Jahren kreuz und quer bereiste, erklärte, dass er nirgendwo eine einheimische Herstellung dieses Stoffes antraf. In einem Brief, den ich kürzlich von ihn erhalten habe, schreibt er: Es ist eine gesicherte Tatsache, dass Tartan nirgendwo hergestellt wird, ich glaube, nicht einmal in England, wie es eigentlich sein sollte. Ein französischer Tuchhändler versicherte mir, dass diese Herstellungsart in Frankreich nie eingesetzt wurde."

Stirling, in Schottland, war lange Zeit berühmt für die Herstellung dieses Stoffes, und ein sehr feines Gewebe, besonders in scharlachrot, dass die Hochländer aus ihren eigenen gefärbten Stoffen nicht herstellen konnten, war als „Stirling-Tartan“ bekannt. Ein alter Weber in dem Dörfchen Bannockburn, ganz in der Nähe, wurde wegen seiner eingehenden Kenntnis der verschiedensten Muster „Lord Lyon der Tartan-Heraldik“ genannt.

Es wurde prophezeit, dass „ die geschmacklose Regelmäßigkeit und die vulgäre Buntheit“ dieses Stoffes sie für immer davor bewahren wird, jemals von der feinen Gesellschaft akzeptiert zu werden. Wie muss sich der Geschmack in unserer gegenwärtigen Zeit geändert haben, wenn der Tartan nicht nur auf den Britischen Inseln, sondern in der gesamten zivilisierten Welt als modern und fein gilt. Ein bestimmter Autor brandmarkte ihn als „das schädlichste für das Auge“. Sir Benjamin West, dessen Ansicht wahrscheinlich die richtigere ist, drückte dagegen seine Anerkennung aus, gegenüber dem feinen Effekt, der aus der Kombination verschiedener Farben entsteht.