Vinaora Nivo Slider Schottische Tradition

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TARTAN, KEINE NEUE ERFINDUNG

Pinkerton und einige andere Schriftsteller neigten zu der Annahme, der Tartan wäre eine moderne Erfindung. Doch seine alte Tradition unter den Kelten ist schon bewiesen worden; und wenn es eine Herstellungsart der alten Briten gewesen wäre, so wäre es wenig glaubhaft, dass diese den Nachfahren verloren ging. Lesly und Buchanan erwähnen den Tartan als Kleidung der Hochländer, und eine alte Chronik besagt, dass die Bewohner der Westlichen Inseln es liebten, „Tuch (marled cloth) zu tragen mit langen Streifen in verschiedenen Farben. Ihre Vorgänger trugen kurze Mäntel oder Plaids in diversen Farben, die auf unterschiedliche Art und Weise voneinander getrennt waren; und bei einigen dieser Stämme wird der Brauch bis heute beibehalten, doch zum größten Teil ist die heute verwendete Farbe Braun, am ähnlichsten der Farbe des Heidekrauts, mit dem Effekt, dass wenn sie im Heidekraut liegen, die hellen Farben ihres Plaids sie nicht verraten.“

The scottish gael by James LoganIn Argyle und auf den Hebriden stellte man vor der Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts den Tartan für die Ärmeren mit ein bis zwei Farben und den Tartan für die Reichen in reichhaltigeren Farben her.“ Beague schreibt 300 Jahre zuvor, dass die Gälen wollene Bekleidung trugen, die unterschiedlich gefärbt war. In den Rechnungen von John, Bischof von Glasgow und Schatzmeister von König James III, im Jahre 1471, finden wir folgende Gegenstände:

„Ane elne and ane halve of blue Tartane to lyne his gowne of cloth of gold. 1Pfund, 10 s. for elne and ane halve of Tartane, for a sparwort shoun his credill, price ane elne 10s. Halce ane elne of doble Tartane to lyne ridin collars to her lady the Quene, price 8 shillins.”

In Taymouth, dem Sitz von Lord Braidalban, gibt es ein Porträt von Sir William Wallace, auf dem der Patriot mit einem Tartanplaid dargestellt ist, der über der Brust mit einer großen Brosche gehalten wird. Die Authentizität des Bildes mag fraglich sein, aber bei einem etwas rohen Gemälde ist es möglich, dass es durch eine Kopie erhalten wurde, wie es mit demjenigen von William the Lion passiert war, in der Halle der eingetragenen Gewebe in Aberdeen, von dem man weiß, dass es von einem sehr alten und verwitterten Gemälde abgemalt worden ist, das hundert und mehr Jahre zuvor gemalt wurde. Wenn dies mit dem fraglichen Bild nicht geschehen ist, ist es doch älter als die Periode, in der viele die Einführung der Tuchherstellung ansiedeln. Diese muss von den Urstämmen weitergegeben worden sein, aber durch den Wechsel der Umstände sind die Muster nicht so reichhaltig. Der Name breacan, den die Hochländer ihrer Oberbekleidung geben, leitet sich von breac kariert her, und ist ein handfester Beweis für sein Alter.

Achy Edgathach, ein irischer Gesetzgeber, soll die Farbvorschriften für jene Leute erlassen haben, die sich mehr Ansehen und Respekt erworben haben, als der ganze Schmuck des Ostens. Die Anzahl der Farbtöne in der Kleidung der Caledonier zeigte die soziale Stellung des Trägers an; ein König oder Chief trug sieben Farbtöne, ein Druide sechs und andere Edelleute vier in ihren Gewändern. In späteren Zeiten dürften dann jene, die es sich erlauben konnten, je nach Geschmack eine ganze Vielfalt kräftiger Farben eingeführt haben, während die Armen dazu gezwungen waren, ihr Tuch einfarbig zu lassen. Grün und Schwarz, mit einem gelegentlichen roten Streifen scheinen dominiert zu haben, doch waren manche Gegenden für ihren eigentümlichen Geschmack bekannt, wie Badenoch, wo roter Tartan vorherrschend war, oder Lochaber, wo das Muster bemerkenswert ornamentiert war etc.