Vinaora Nivo Slider Schottische Tradition

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DAS LUADATH ODER TUCHWALKEN

Das luadath, der Prozess des Walkens oder Säuberns des Tuches, wurde in den Hochlanden in einzigartiger Weise durchgeführt. Sechs oder acht, manchmal sogar vierzehn Frauen, saßen auf jeder Seite eines langen Rahmens aus Flechtwerk, oder eines zu diesem Zweck mit Längsrillen versehenen Brettes, das auf dem Boden liegt.

Das in Wasser eingeweichte Tuch wird dann darauf gelegt, und die knienden Frauen reiben den Stoff mit all ihrer Kraft über das Brett, bis ihre Arme müde werden; dabei singen sie ein besonderes Lied, dessen Melodie mit fortschreitender Arbeit immer lauter gesungen wird. Die folgende Darstellung der Herstellungsmethode von Plaids und die Mühe, die diese Arbeit zur Mitte des 18. Jh. kostete, ist dem Agricultural Report of Caithness entnommen: „War das gewebte Tuch zu Hause angekommen, so wurde es in warmem Wasser gewaschen, und, falls es notwendig war, es zu walken, wurde die Tür ausgehängt und auf den Boden gelegt und darauf dann das eingeweichte Tuch ausgebreitet. Vier Frauen mit nackten Beinen setzten sich dann auf ein wenig Stroh in gleichen Abständen auf jede Seite der Tür, und mit Beginn eines Liedes (ähnlich dem Ran de Vache in der Schweiz) begann jede mit ihren nackten Füßen das Tuch zu durchwühlen und zu treten, bis dem Genüge getan war und es zum Trocknen aufgespannt wurde. Gutes Tuch bringt bei Verkauf 1s pro Yard, und guter Tartan in schönen Farben 1s oder 1s, 2d.“ Diese Tätigkeit und die Einfachheit des Lebens, fügt der Berichterstatter hinzu, sind heute verloren gegangen.

Diese Art des Waschens, die Pennant beschrieb, heißt Luaghadh. Der Bericht geht auf einen englischen Gentlemen zurück, der zufällig in eine Hütte schaute, in der die Frauen so eifrig mit ihrem Tun beschäftigt waren, dass er hastig das Weite suchte und berichtete, er hätte eine ganze Schar wütender Irrer gesehen.

Die Wolle musste anfangs in einer einzigen Farbe oder als Mischung von natürlichem Schwarz und Weiß gewebt worden sein, wie man es heutzutage in Schottland noch oft sieht. Der Prozess des Färbens erhöht die Kosten und ist auch nicht immer durchführbar. Buchanan sagt, die vorherrschende Farbe seiner Zeit wäre Braun gewesen. Blau war die Lieblingsfarbe der bemalten Briten, weshalb Britannien in blauer Kleidung dargestellt wurde.