Vinaora Nivo Slider Schottische Tradition

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x

HERKUNFT DES TARTAN

Es kann angenommen werden, ohne sich dabei auf solch zweifelhafte Quellen zu verlassen, dass die gallischen Kolonisten ihre heimischen Künstler und Kunstfertigkeiten mitbrachten, da Tuchware keine Importware aus Britannien zu sein scheint, wo ihr Gebrauch, zur Zeit des Niedergangs des römischen Reiches, allgemein üblich war.

Von den Belgae glaubt man, dass sie den Gebrauch wollener Gewänder eingeführt haben; eine Annahme, die darauf beruht, dass diese Gewänder bei diesen Stämmen allgemein häufiger getragen wurden, als bei den weniger verfeinerten innerkontinentalen Völkern. Da sie leichter beschafft werden konnten, traten Tierfelle als Bekleidung der einfachen Leute überall auf der Insel besonders in Erscheinung, doch verstand man sich seit frühester Zeit schon auf die Herstellung von Wollstoffen.

Bondiuca trug eine Tunica, in die verschiedene Farben eingewebt waren und darüber einen Mantel aus rauerem Stoff. Dies stellte ihre Alltagskleidung dar. Varro sagt, die Briten trugen ein Gewand namens Guanacum, das verschiedene ineinander gewebte Farben aufwies und ein protziges Erscheinungsbild abgab; und Tacitus berichtet, dass die Estii, ein germanischer Volksstamm, die britische Tracht trugen, die eigentlich die gälische gewesen sein müsste.

Die Sachsen fuhren mit der Herstellung fort, die Aldhelm, Bischof von Sherborn im Jahre 970, in begeisterten Worten beschreibt: „es ist kein uniformes, einfarbiges Gewebe ohne Musterung, die das Auge erfreuen könnte, sondern eines, dass mit Schiffchen gewebt wurde, die mit Garn in Purpur und verschiedenen anderen Farben gefüllt sind, und die von einer Seite auf die andere fliegen, wodurch Figuren und Bilder in verschiedenen Zusammenstellungen und auf bewundernswerte Art und Weise entstehen.“ Die Sachsen, die keinen besonders keltischen Geschmack hatten, scheinen diese Herstellung aufgegeben zu haben.

Tuch, in seiner einfachsten Ausführung, ist ein Produkt aus natürlicher Wolle, ohne Färbung oder sonstigem künstlichen Prozess. Somit trugen die Keltiberer generell schwarze Sagas, da die Wolle in dieser Farbe war. Giraldus Cambrensis berichtet, dass aus dem gleichen Grund die meisten Iren in schwarz gekleidet waren; und das Loughtan-Tuch der Isle of Man ist aus der Wolle einer besonderen Schafsrasse hergestellt, von der noch einige Exemplare in St. Kilda und anderen abgelegenen Inseln leben sollen. Die Wolle ist gelblich oder hat die Farbe einer ungehäuteten Bittermandel, und die Einwohner haben eine absolute Vorliebe dafür.

In ganz Schottland, besonders in den nördlichen Hochlanden, wurde das Tuch aus ungefärbter Wolle hergestellt. Weiß und Schwarz fanden vorzugsweise Verwendung für Decken, Plaids und Oberbekleidung, und Grau für die Strümpfe. Der Hodden gray (rauer Wollstoff vom Handwebstuhl) war die allgemeine Bekleidung der Bauern, so wie es in den meisten Teilen des Inlandes und in Irland noch heute der Fall ist. Die Schafschur war den meisten primitiven Stämmen vielleicht noch unbekannt. Die Bewohner der Shetlands rupfen den Schafen auch heute noch die Wolle aus; eine Praxis, die weniger grausam ist, als es sich zunächst anhört, da dies erst dann unternommen wird, wenn sich die Haare schon abgelöst haben und nur noch im jungen Vlies hängen; doch ist dieses Verfahren sehr unüberlegt, da ein Teil des Vlieses durch natürlichen Ausfall verloren geht.

Die Iren trugen aller Wahrscheinlichkeit nach in früheren Zeiten Kleidungsstücke aus Haar. Ein Umhang aus unbekanntem Material wurde in einem Moor in 15 Fuß Tiefe gefunden; und an einem anderen Ort wurde 11 Fuß unter der Erdoberfläche ein Körper gefunden, der in Kleidung aus Haar gehüllt war. Aufgrund der Einzigartigkeit seines Aussehens nahm man an, dass diese aus dem Haar des Elches gemacht war. Wir stoßen auch darauf, dass die Iren in späteren Zeiten als die oben erwähnten „Gürtel aus Frauenhaar und Haarlocken ihrer Liebhaber“ trugen. Kindermädchen und Kinder trugen Gürtel aus fein geflochtenem Frauenhaar. Diese waren eher Schmuck als Gebrauchsgegenstand, doch wir finden auch Fin Mac Coul in „hieland pladdis of hair“ gehüllt.

Wolle ist das Material, das die Kelten schon seit frühesten Zeiten hergestellt und verarbeitet haben mussten, und das Gewebe dürfte auch je nach Können der Arbeiter oder Überfluss an Material unterschiedlich ausgefallen sein. 1786 wurde in einem irischen Moor in einer Tiefe von 17 Fuß neben anderen Dingen auch ein Kleidungsstück ähnlich eines Spenzers oder Jackets gefunden, das aus rauem Wollgewebe bestand.

Manchmal waren die Plaids der Hochländer sehr fein gearbeitet, doch bei der Alltagskleidung gaben sie sich nicht so viel Mühe. Der „cathdath“ oder „cadas“ war eine dicke Sorte, für Männerkleidung, und wie der Name „Kriegsfarbe“ andeutet, dazu gedacht, im Krieg getragen zu werden. Aus diesem gewalkten Tuch wurden Strümpfe, Jacketts und Westen gearbeitet, doch Plaid und Kilt waren immer aus gewöhnlichem Tartan. Tuch wurde für Mäntel verwendet und war allgemein so wie es genannt wurde, hodden gray in den Lowlands und lachdan in den Highlands. „Curtan war ähnlich einer schottischen Decke, aber von feinerer Wolle und schöner gearbeitet.