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1. TV-Beitrag ansehen!

1. TV-BEITRAG ANSEHEN! Auch bei der spektakulären Kunstaktion “IM ZEICHEN DES WALS”, welche Mole & Wolfrhine vom 5.7. bis 19.7.1992 durchführten, bedienten sie sich erneut des Motivs des Wales, um ihre Botschaft zu übermitteln, und es war wohl eine der außergewöhnlichsten Aktionen, die von dem Künstlerduo ausgeführt wurde.

2. TV-BEITRAG ANSEHEN! Mittelpunkt dieser internationalen Kunstaktion war eine lebensgroße, 15 Meter lange, 6 Meter breite und 3 Meter hohe Pottwalnachbildung, welche auf dem Rhein in Bingen ins Wasser gelassen wurde, um diese 5,4 Tonnen schwere Konstruktion bis nach Rotterdam und dann weiter bis Hoek van Holland, also in die Nordsee zu bringen. Zu diesem Zweck wurde mit Seilen ein Schlauchboot vor dem Wal befestigt, um ihn damit wie ein Pferd vor einer Kutsche zu ziehen, allerdings wurde das Boot nur mit den Paddeln fortbewegt und gesteuert (nur in Notfällen, von denen es allerdings genug gab, wurde der Motor angeworfen, um sich schnell aus der Gefahrenzone zu bringen).

3. TV-BEITRAG ANSEHEN! Diese Pottwalnachbildung bestand aus 34 Styroporteilen (das Styropor wurde nach der Aktion zur Wiederverwertung zurückgebracht), die mit dicken Stricken und Schläuchen zu einem beweglichen Teil verbunden wurden. Außerdem hielt ein schweres Metallgestänge unter dem Bauch des Wals das Ganze zusammen. Dieses Gestänge riss allerdings unterwegs bei schwerem Wellengang ab, und man hatte nun alle Hände voll zu tun, damit sich die Seile nicht verwirrten und der Wal dann als ein unlenkbares Etwas über den Rhein treiben würde.

4. TV-BEITRAG ANSEHEN! In Bingen wurde er dann2. TV-Beitrag ansehen! zusammengebaut, und auf Rollen und langen Gummibändern beförderte man ihn dann in den Rhein. Hier zeigte sich dann, dass man alles gut eingeschätzt oder berechnet hatte beim Bau und dass er richtig schwamm, zur Freude der Künstler, die nun auf Gedeih und Verderb mit ihm 14 Tage unterwegs sein sollten.    

Am Sonntag, dem 5.7.1992, um 11.00 Uhr starteten Mole & Wolfrhine die Kunstaktion auf einem Ponton auf dem Rhein in Bingen mit einer Performance. Eine Tänzerin zelebrierte zu mystischer Musik einen rituellen Tanz vor dem Wal, der hinter ihr im Rhein schaukelte, und nach Beendigung der Performance stiegen die Künstler in das Schlauchboot und begannen ihren 500 Kilometer langen Weg nach Rotterdam zu paddeln. Alles das wurde dann auch später in den regionalen und überregionalen Zeitungen und in den verschiedenen Fernsehsendern übertragen, und man hatte nun auch die Gelegenheit, alles mitzuverfolgen.

In den folgenden zwei Wochen paddelten Mole & Wolfrhine jeden Tag viele Kilometer den Rhein hinunter, und zweimal am Tag legten sie jeweils an vorher genau festgelegten Haltepunkten an, um ihre künstlerische Botschaft zu übermitteln und sich den zahlreichen Fragen der Medien und den mehreren tausend Zuschauern zu stellen. „Die Botschaft der Kunstaktion war einfach“, so Wolfrhine, ’lebe ein biophiles Leben’.“ Nun, gerade zu dieser Zeit begann wieder die Wal-Abschuss-Saison, und viele Besucher an unseren Anlegestellen waren auch der Meinung, dass wir nur deshalb diese Aktion durchführen würden, um auf das Abschlachten der Tiere hinzuweisen. Sie machten auch keinen Hehl aus ihrer Meinung, und waren verärgert durch ihre Ohnmacht gegenüber der tierquälerischen Situation.

4.TV-Beitrag ansehen!

Die Künstler erklärten außer ihrer Botschaft auch den Verlauf der Tour, und davon, dass man von Seiten der Schiff-Fahrt wenig Rücksicht auf das sonderbare Gefährt nahm, das da so im Rhein vor ihnen her dümpelte, und dass es teilweise dramatisch zuging bei ihrer Kunstaktion, aus der sie sich dann nur mit dem starken Außenbordmotor noch retten konnten.    

Jeden Abend wurde direkt am Wasser in einem Camp übernachtet, welches das vierköpfige Aktionsteam, die Wegbegleiter der Künstler an Land, am Tage aufgebaut hatten.

Und weiter: „Der Wal, den wir 500 Kilometer durch den von Industrie umsäumten Rhein hinuntergepaddelt haben, ist ein Symbol für die geschundene Natur (für alle Tierarten, die durch den Menschen am normalen Ablauf ihres Daseins gehindert wurden und aus Raffgier und Hochmut Qualen erdulden müssen).Die Künstler wollten ihn, den letzten seiner Art, in Hoek van Holland symbolisch in die Freiheit, ins Meer führen. Dort sollte er dann weiterleben für die Freiheit des Gedankens.”

So einfach die Botschaft war, so einfach wurde sie auch von vielen Menschen verstanden, die diese außergewöhnliche Kunstaktion in den Medien oder live vor Ort verfolgten. Teilweise wurden die Künstler auch von Booten begleitet. Es waren Zuschauer, die sich spontan dem Zug für Natur- und Artenschutz anschlossen und ihre Verbundenheit somit signalisierten, und die Künstler für ein kurzes Stück auf ihrem Weg begleiteten.

Nach 14 Tagen erreichten sie dann Hoek van Holland und damit die Nordsee. “Dies war das Ende einer internationalen Odyssee”, meinte Hans Maria Mole.