Vinaora Nivo Slider Der Künstler

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Zum Welttierschutztag 1991 starteten Mole & Wolfrhine erneut eine Kunstaktion für den Tierschutz. Mit ihrer Aktion, “WALE, DER ATEM DER WELT”, überraschten Sie die Besucher mit der 3,50 Meter hohen Skulptur des Kopfes eines Blauwals, der aus dem Goldfischteich des Tierheimes in Bad Kreuznach herausragte. In einer Videodokumentation wiesen die Künstler auf die Schönheiten dieser Tiere hin und auf ihr bedrohtes Leben. Ein umfangreiches Rahmenprogramm rundete die ganze Kunstaktion ab.

Für die Kunstaktion konstruierten die Künstler einen Walkopf des Blauwals in fast natürlicher Größe, der einem echten Wal sehr ähnlich war. Dieses Gebilde stellten sie dann in den großen Teich im Bad Kreuznacher Tierheim, und es sah aus, als ob der Wal nur kurz aus dem Wasser schauen würde, wie eine Begrüßung, oder aber auch wie ein stummer Hilferuf an jene, die noch ein Gefühl zeigen für die Geschöpfe, die vom Aussterben bedroht sind. Für die Besucher des Tierheims zum Welttierschutztag war dieser Effekt sehr wirkungsvoll, und die Video-Dokumentation über Wale und Delfine regte doch viele Besucher zum Nachdenken an, vor allem darüber, was die Künstler damit ausdrücken wollen. Nun, was die Wale betrifft, so hat jeder Tierfreund schon durch die Medien so viel Information bekommen, dass er sich ein Bild machen kann vom Leben der Wale und von der Jagd nach Walen, und somit auch von dem System des Quälens und der Ausrottung und erkennt, dass er machtlos ist gegenüber diesem gnadenlosen Verhalten, bei dem es nur um Profitgier und dem großen Geld geht. Hier spielt das Leben der Kreatur keine Rolle mehr, hier zeigt sich der Mensch als Bestie.

Viele der Besucher hatten das erkannt und sprachen mit den Künstlern, die eigentlich nur den Anstoß geben wollten, über diese schlimme Situation einmal gründlich nachzudenken. Die Aktionskünstler erwähnten den Satz: „Wenn der Wal stirbt, dann stirbt auch der Mensch.“ Damit meinten sie, dass dann, wenn es die Wale nicht mehr gibt, auch der Mensch zu jenem Zeitpunkt keine Überlebenschance mehr hat, da das Leben nicht nur im Wasser, sondern auch auf dem Land genau so zerrüttet und lebensfeindlichen Elementen ausgesetzt sein wird. Der Wal, so sagen die Künstler, ist das Schlüsseltier, an dem man erkennen kann, wie es um den Menschen steht. Auch die vielen Rettungsversuche und die vielen Aktionen, die dazu führen, Wale kennen zu lernen oder ihre Situation zu verbessern, sind wie ein Selbst-Rettungsversuch der Menschheit zu deuten. Je mehr man davon hört, je schlimmer steht es um den Menschen, doch mit dieser Meinung stehen die Künstler inzwischen nicht mehr alleine da.