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Great Scots
Sir William Wallace 1272 - 1305
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Sir William Wallace 1272 - 1305 | Sir William Wallace 1272 - 1305 | | Drucken | |
Eine Geschichte besagt, daß er als Student in Dundee in einen Zwischenfall mit einem jungen Engländer namens Selby verwickelt wurde. Angeblich beleidigte Selby Wallace, der daraufhin ihn in einer Rauferei niederschlug und tötete. Als Folge erklärte die Amtsgewalt der Stadt Wallace zum Gesetzlosen. In der anderen Version wird das friedliche Studentenleben des jugendlichen Wallace sogar noch gewaltiger erschüttert, als seine Frau oder Geliebte, Marion Braidfute, 1297 vom verhaßten englischen Sheriff of Lanark brutal vergewaltigt und getötet wurde. Danach tat er sich mit anderen unzufriedenen jungen Schotten zusammen, unter ihnen Sir John de Graham, Bischof Wishart of Glasgow und der Lord-High-Stewart von Schottland, Sir Andrew Moray, die schon gegen die englische Oberherrschaft kämpften. Zusammen wurden Wallace und Moray Führer der schottischen Widerstandsgruppen. Unter ihren verwegenen Heldentaten befand sich auch ein Angriff auf den englischen Richter Ormsby, während er gerade in Scone eine Gerichtsverhandlung führte. Ormsby gelang die Flucht, aber viele seiner Gefolgsleute wurden getötet. Dann hörte Wallace, daß die Engländer seinen Onkel, Sir Ronald Crawford, getötet hatten, worauf er seine stetig wachsende Gruppe mit Widerstandskämpfern südlich nach Ayr führte, wo sie zur Vergeltung die Kaserne der englischen Besatzungstruppen niederbrannten. Als die Nachricht über Wallaces Taten König Edward erreichten, befahl er seiner Armee unter dem Kommando von Sir Robert Cliffard und Sir Henry Percy, sich mit ihm zu befassen. Die Engländer holten Wallace und seine schottischen Kämpfer bei Irvine ein. Wallace war dafür, weiter standhaft zu bleiben, aber er wurde von allen anderen schottischen Adligen verlassen, die Edward die Treue schwören, bis auf Sir Andrew Moray, der ihm loyal zur Seite stand. Ungeachtet dessen, daß er von so vielen seiner schottischen Gefährten so schmählich im Stich gelassen wurde, versammelte Wallace seine verbliebenen Männer und marschierte nordwärts, wo sich ihm auf dem Weg viele andere Gefolgsleute anschlossen. Mit ihrer Hilfe erlangte er die meisten der von englischen Truppen besetzten Burgen nördlich des Flusses Forth zurück. Im Spätsommer 1297 kehrte er dann nach Dundee zurück, wo er genügend Truppen hatte, um die Stadt zu belagern. Mitten in der Belagerung erreichte ihn die Nachricht, daß eine große englische Armee nach Norden marschiere, um ihn anzugreifen. Besser als abzuwarten erschien es ihm, mit seinen Männern nach Süden zu ziehen und in den steilen Felsklippen des Abbey Craig an der Nordküste des Flusses Forth Stellung zu beziehen, um die wesentlich strategischere Stelle, die Stirling-Brücke, im Blickfeld zu haben. Dort forderte er am 11. September die englische Armee von König Edward zum Kampf im Schatten der berühmten Burg. Wallace wußte sehr wohl, wer auch immer Stirling hielte, hätte alle Schlüssel zur Macht in Schottland. Obwohl die englischen Truppen an Zahl überlegen waren, hatten die Schotten den Vorteil einer überlegenen Position, oben auf dem Abbey Craig mit Blick auf die Windungen des Forth, wo heute der großartige Turm des Wallace-Monumentes die Stelle markiert. Da die Armee der Engländer unter John de Warenne, Earl of Surrey und Hugh de Cressington von Südosten her kam, hatten sie die günstige Gelegenheit, den Forth an einer seichten Furt etwas flußabwärts von Stirling Castle zu überqueren. Aber in dem Bemühen Zeit zu sparen und Wallace, Moray sowie deren schottischen Gefolgsleute über die Klinge springen zu lassen, bestand Cressington darauf, daß seine Truppen die Stirling-Brücke direkt überquerten. Dies taten sie an diesem Septembermorgen kurz nach Sonnenaufgang. Wallace und Morray hielten ihre Männer so lange zurück, bis die Hälfte der englischen Soldaten, unter der Führung von Cressington, die Brücke fast sicher überquert hatte. Dann fielen sie mit wütendem Gekreische über sie her. Für den auf der engen Brücke eingepferchten englischen Feind gab es kein Entrinnen und bald waren so viele erschlagen, daß die Brücke blockiert war. Ihre Körper hinderten Salisbury daran, die andere Hälfte der englischen Soldaten ins Schlachtgetümmel zu führen. Angesichts des schon getöteten Cressington am anderen Flußufer entschloß sich Salisbury für den Rückzug und ließ einen Großteil seiner Treppen tot auf der Brücke zurück. Im Vergleich dazu waren die schottischen Verluste sehr gering. Wallace verfolgte die besiegten Engländer bis Berwick, wo es ihm dann gelang, sie gefangenzunehmen. Von Berwick aus führte Wallace seine Gefolgsleute nach Süden bis Northumberland, um zum einen die Engländer zu peinigen und zum anderen den Druck von den Borchers zu nehmen. Eine Zeit lang belagerten sie die Festung Newcastle, von der die Stadt ihren Namen hat. Im folgenden Frühjahr wurde Wallace im Namen von John Balliol zum Hüter von Schottland erklärt, aber schon sammelten die Engländer erneut ihre Truppen, um einzufallen und das wiederzuerlangen, was sie als ihr nördliches Land betrachteten. Im Frühjahr und Frühsommer des folgenden Jahres zog Edward I. von England seine Truppen zusammen für seinen Vergeltungsschlag an Wallace. Anfang Juli lagerte seine mächtige Armee bei Kirkliston. Dies liegt zwischen Edinburgh und Linlithgow, wohin seine vor Queensferry im Forth ankernde Flotte die dringend benötigte Ausrüstung liefern konnte. Auch Wallace bereitete sich in der Zwischenzeit auf die unvermeidliche Schlacht vor. Hoch oben in den Bathgate-Hills, südlich von der Stelle an der Edward bei Kirkliston lagerte, traf sich Wallace mit schottischen Adligen in Torphichen. In dieser seltsamen Kombination aus Kirche und Burg, die bis heute das Dorf dominiert und zu seiner Zeit das Hauptquartier der Ritter vom Hl. Johannes von Jersualem war, hielt er die letzte Versammlung seines schottischen Palamentes. Davon überlebte ein Dokument mit der Unterschrift des großen Patrioten, das die Übereignung von Land an einen Laird in Dundee ratifiziert. Als er sich mit den anderen innerhalb der dicken Steinmauern der Burg traf, erreichte ihn die Nachricht, daß Edward mit seinen Truppen weiter in Richtung Burgh Muir zog, in die flache Gegend östlich des Palasts von Linlithgow. Am nächsten Morgen führte Wallace seine Männer die Berghänge hinab in das Gebiet südöstlich von Falkirk. Als Edward und der englische Feind Polmont Muir erreichten, war der Anführer der Schotten schon in Stellung bereit, ihm gegenüberzutreten. Im Vergleich zu den Engländern hatte Wallace nur wenige Reiter, und seine Kavallerie erwies sich als ungeeignet, sie war dem Feind nicht gewachsen. Wallaces Infanterie war damit dem Pfeilhagel der tödlichen englischen Langbogen schutzlos ausgeliefert. Hoch über dem Kampfschauplatz, von dem Punkt aus, der heute als Wallacestone bekannt ist, wo er sein Hauptquartier aufschlug, blickte der schottische Anführer auf das, was als Schlacht von Falkirk bekannt werden sollte und er wußte, daß ihm die Niederlage deutlich bevorstand. Als Hunderte seiner Leute sterbend auf dem Feld vor ihm lagen, wurde sich Wallace bewußt, daß er den Erfolg vom Vorjahr nicht hatte wiederholen können. Die einzige traurige Wahl, die ihm blieb, war die Flucht und die Hoffnung auf einen Kampf an einem anderen Tag. Trotz der Bemühungen der Engländer ihn zu fangen, konnte Wallace auf den Kontinent entkommen, wo er das darauf folgende Jahr damit verbrachte, Unterstützung zu sammeln und die diplomatische Anerkennung Schottlands zu erreichen. Danach kehrte Wallace geheim nach Schottland zurück und schaffte es, trotz der Gefahr, der er ausgesetzt war, den Kampf für die Unabhängigkeit Schottlands weitere sechs Jahre lang zu führen. Dennoch wurde er am Ende verraten und 1305 bei Robroyston in Glasgow gefangengenommen. Wallace wurde zur Gerichtsverhandlung und eventueller Hinrichtung nach London gebracht. In Westminster Hall stand Sir William, der ganz klar ungerechtfertigten Anklage auf Verrat gegenüber, da er niemals die Autorität König Edwards anerkannt hätte. Das Ergebnis war unvermeidlich. Wallace wurde schuldig gesprochen und sollte nicht nur öffentlich hingerichtet werden, sondern auch die Erniedrigung erleiden, gehängt, bei lebendigem Leib ausgeweidet und dann geköpft zu werden. Die schreckliche Hinrichtung fand am 25. Aug. 1305 statt. Die Engländer reizten diese fürchterliche Folter aus, wie eine Katze, die mit der Maus spielt. Sobald Wallace tot war, vierteilten sie ihn blutdurstig und sandten seine vier Körperhälften in den Norden, wo sie in Newcastle und Berwick upon Tweed und selbst in Schottland in Perth und Stirling zur Schau gestellt wurden. Das Werk, das Nationalgefühl der Schotten zu schüren, welche Wallace so erfolgreich begann, wurde bald von Sir Robert the Bruce fortgeführt. Während der Sieg über die Engländer bei Bannockburn 1314 Bruce gebührt, ist doch der gewaltige Beitrag, den Wallace dem schottischen Nationalgedanken gab, bis heute unvergessen. |
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Eine Geschichte besagt, daß er als Student in Dundee in einen Zwischenfall mit einem jungen Engländer namens Selby verwickelt wurde. Angeblich beleidigte Selby Wallace, der daraufhin ihn in einer Rauferei niederschlug und tötete. Als Folge erklärte die Amtsgewalt der Stadt Wallace zum Gesetzlosen.
Zusammen wurden Wallace und Moray Führer der schottischen Widerstandsgruppen. Unter ihren verwegenen Heldentaten befand sich auch ein Angriff auf den englischen Richter Ormsby, während er gerade in Scone eine Gerichtsverhandlung führte. Ormsby gelang die Flucht, aber viele seiner Gefolgsleute wurden getötet. Dann hörte Wallace, daß die Engländer seinen Onkel, Sir Ronald Crawford, getötet hatten, worauf er seine stetig wachsende Gruppe mit Widerstandskämpfern südlich nach Ayr führte, wo sie zur Vergeltung die Kaserne der englischen Besatzungstruppen niederbrannten. Als die Nachricht über Wallaces Taten König Edward erreichten, befahl er seiner Armee unter dem Kommando von Sir Robert Cliffard und Sir Henry Percy, sich mit ihm zu befassen. Die Engländer holten Wallace und seine schottischen Kämpfer bei Irvine ein.
Wallace wußte sehr wohl, wer auch immer Stirling hielte, hätte alle Schlüssel zur Macht in Schottland. Obwohl die englischen Truppen an Zahl überlegen waren, hatten die Schotten den Vorteil einer überlegenen Position, oben auf dem Abbey Craig mit Blick auf die Windungen des Forth, wo heute der großartige Turm des Wallace-Monumentes die Stelle markiert.
Im Frühjahr und Frühsommer des folgenden Jahres zog Edward I. von England seine Truppen zusammen für seinen Vergeltungsschlag an Wallace. Anfang Juli lagerte seine mächtige Armee bei Kirkliston. Dies liegt zwischen Edinburgh und Linlithgow, wohin seine vor Queensferry im Forth ankernde Flotte die dringend benötigte Ausrüstung liefern konnte. Auch Wallace bereitete sich in der Zwischenzeit auf die unvermeidliche Schlacht vor. Hoch oben in den Bathgate-Hills, südlich von der Stelle an der Edward bei Kirkliston lagerte, traf sich Wallace mit schottischen Adligen in Torphichen. In dieser seltsamen Kombination aus Kirche und Burg, die bis heute das Dorf dominiert und zu seiner Zeit das Hauptquartier der Ritter vom Hl. Johannes von Jersualem war, hielt er die letzte Versammlung seines schottischen Palamentes. Davon überlebte ein Dokument mit der Unterschrift des großen Patrioten, das die Übereignung von Land an einen Laird in Dundee ratifiziert.
Trotz der Bemühungen der Engländer ihn zu fangen, konnte Wallace auf den Kontinent entkommen, wo er das darauf folgende Jahr damit verbrachte, Unterstützung zu sammeln und die diplomatische Anerkennung Schottlands zu erreichen. Danach kehrte Wallace geheim nach Schottland zurück und schaffte es, trotz der Gefahr, der er ausgesetzt war, den Kampf für die Unabhängigkeit Schottlands weitere sechs Jahre lang zu führen. Dennoch wurde er am Ende verraten und 1305 bei Robroyston in Glasgow gefangengenommen. 


