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Die Kleidung der Kelten - Kapitel VI. - Tierfelle PDF  | Drucken |
Einfache Tierfelle bildeten die erste Bekleidung der Menschen, und sie trugen sie so lange, bis sie es schafften, Fertigkeiten zur Herstellung geeigneter Materialien auszubilden, oder bis sie so viel Wohlstand erlangt hatten, dass sie diese Materialien erwerben konnten. Zur Zeit des Aristodemus hüllten sich die Griechen, darunter besonders die Arkadier, in Felle; und die Ligurier trugen lange Zeit das Fell wilder Tiere, das um die Taille mit Hilfe eines Gürtels gehalten wurde.

Tacitus sagt, die Germanen trugen die Felle von Tieren, einige aus Notwendigkeit, andere aus Gefallen und einige von ihnen unterschieden sich durch Tragen zahlreicher Flecken und Tupfen. Auch Cäsar beschrieb die Sueben als in Felle gekleidet und Virgil sagt, dass die Geten von der gleichen Kleidung Gebrauch machten.

Highlander beim Steinwerfen Das Bild rechts zeigt Highlander beim Steinwerfen in den Highlands. Der Steinweitwurf war eine Kraftprobe. Die Steine konnten bis zu 12 kg wiegen. Im Begleittext zu diesem Bild behauptet Logan, gesehen zu haben, dass solche Steine 33 Fuß (ca. 10m) weit geworfen wurden. „Putting the stone" oder Clachnaeart ist auch Bestandteil der heutigen Highland-Games, in der Kategorie Schwerathletik.

Laut Dio waren die Caledonier nackt: aber, wie Dr. MacPherson bemerkt, wir glauben nicht, dass sie völlig unbekleidet waren. Herodian stellt sie als teilweise bekleidet dar; und aufgrund ihrer spärlichen Kleidung ist der Ausdruck nackt nicht angebracht. In jener Zeit als Cäsar fiel, waren die meisten Bewohner in Tierfelle gekleidet, jedoch war wollene Kleidung ebenfalls in Gebrauch. Bekleidung aus ungegerbten Tierfellen ist leicht herzustellen und in einem armen Land, in dem Manufakturen fast gar nicht bekannt sind, auch der beste Ersatz für andere Materialien. Das gemeine Volk der Germanen und Gallier behielt diese Kleidungsweise noch lange Zeit bei, auch dann noch, als ihre Häuptlinge schon Gewänder aus Wolle und Leinen trugen. Zu Beginn der Christianisierung waren die Belgier und Briten, die schon zivilisierter waren als die innereuropäischen Völker, generell in wollene Gewänder gehüllt; doch deren Herstellung beschränkte sich hauptsächlich auf die südlichen Stämme, denn bei den innereuropäischen Stämmen übernahmen nur die Anführer den Gebrauch dieser Kleidung. Wir finden in den gälischen Gedichten ein Bärenfell als Bekleidung eines Helden. Die Mönche von Iona, aus einer späteren Periode, waren ebenfalls in Felle gehüllt, obwohl sie auch Leinen hatten, dass sie zweifellos vom Festland importierten. Im Buch der Kleidung, Paris 1562, wird von den Hochländern behauptet, sie wären in Schaffelle gehüllt.

Die frühen Briten stellten Stoffe aus der inneren Rinde der Bäume her, eine Herstellungsweise, die unter den Bauern Deutschlands, Schwedens und Dänemarks noch verbreitet ist und als „Matten" für landwirtschaftliche Zwecke Verwendung finden. Das gälische Wort Mathan bedeutet Zweig oder Binsen, wovon das englische mat, matted etc. abstammt.
 
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