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Scottish History
Robert II. bis Mary Stuart
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Mit dem Tod des kinderlosen David II. begann der Aufstieg der wohl berühmtesten als auch unglücklichsten Königsfamilie Schottlands, den Stewarts. Robert II., der unter Robert I. und David II. als High Stewart diente, erlangte seinen Thronanspruch durch die Heirat mit der Tochter Robert I. Da Robert II. nicht von königlichem Geblüt war, wurde er vom schottischen Adel nicht anerkannt und seine Nachkommenschaft hatte es in den folgenden Jahren schwer, sich zu behaupten. Als sein Sohn James I. es mit Gewalt versuchte, wurde er 1437 ermordet. Bevor auch James II. schon 1460 starb, festigte er den Stand der Stewart indem er den mächtigen Clan Douglas unterwarf.
Doch die trüben Jahre der Stewarts waren noch nicht vorbei. 1488 wurde James III. ebenfalls ermordet. Die Tragik war, daß die meisten Stewartkönige sehr jung zum König wurden und somit kaum Zeit hatten Erfahrungen in Staatsgeschäften zu sammeln. Und durch ihre frühen Tode hinterließen sie meist als Nachfolger ebenfalls ein Kind. Durch die Unerfahrenheit der jugendlichen Stewartkönige konnte sich der schottische Hochadel immer mehr Macht verschaffen. Erst James IV. (links), der erste Renaissancekönig, versuchte mit einer stehenden Armee, die er erstmals mit Kanonen ausrüstete, seine Macht zu festigen und strukturierte das Staatswesen um. Während seiner Regierungszeit gründete er 1495 zu den beiden bereits existierenden Universitäten in St. Andrews und Glasgow noch eine in Aberdeen. Doch die alte Alliance wurde ihm zum Verhängnis. Obwohl er 1503 Margaret, die Schwester Heinrichs VIII. von England geheiratet hatte, mußte er, nachdem Heinrich in Frankreich eingefallen war, gegen England in den Krieg ziehen. Mit einem teilweise noch feudal organisierten Heer fiel er in England ein und traf bei Flodden Field auf die hochgerüstete und gut vorbereiteten Engländer. Obwohl die Schlacht strategisch unentschieden endete, war der Krieg verloren. Zu viele kommandierende Schotten waren gefallen und das Heer mußte sich zurückziehen. Noch heute heißt es in dem Volkslied “The flowers of the forest” die “Blumen des Landes waren abgemäht”. Und wieder war es ein Kind, das Schottland regieren sollte, James V. Mit seiner Volljährigkeit gelang es James V. die Macht des Adels zu brechen und mit Hilfe der katholischen Kirche, welche immer mehr ins Schußfeld der Reformation geriet, baute er einen absolutistischen Staat auf. Doch ihn ereilte das gleiche Schicksal wie sein Vater, auch er mußte durch sein Bündnis mit Frankreich gegen England ziehen und wurde bei der Schlacht am Solway Moss vernichtend geschlagen. Von diesem Schlag hat er sich danach nie wieder erholt, und als er 1542 in Linlithgow starb, hinterließ er seine neugeborene Tochter, Mary Stuart. Um die kleine Mary vor dem Hochadel zu schützen, wurde sie von ihrer Mutter Marie de Guise nach Frankreich gebracht, wo sie bei Hofe aufwuchs und 1558 den französischen Thronfolger heiratete. In der Zeit, in der Mary Stuart heranwuchs, regierte ihre Mutter in Schottland und hielt als französische Hochadelige, durch Hilfe des französischen Hofes und ihren e influßreichen Verwandten, ihre Macht fest in den Händen. Auch die katholische Kirche unterstützte ihre Regierung, ein Dienst, der ihr ein Vermögen einbrachte. Durch den Druck der Reformation zahlte die Kirche diese Summen gerne, um von der Krone vor der Reformation geschützt zu werden. Nach ihrer Flucht konnte Mary Stuart (rechts) nur noch wenige Verbündete um sich versammeln, so daß ihr nur noch die Flucht nach England zu ihrer Cousine Elisabeth I. blieb. Die alten Unstimmigkeiten zwischen Mary und Elisabeth I. flammten jedoch wieder auf, da Mary nicht auf ihre Thronansprüche verzichten wollte. Und so wurde ihre Flucht vor dem schottischen Adel eine Flucht in den Kerker von England. Elisabeth I. ließ Mary Stuart ins Fothering Castle einkerkern und nach 19 Jahren Haft 1587 köpfen. |
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Durch die Unerfahrenheit der jugendlichen Stewartkönige konnte sich der schottische Hochadel immer mehr Macht verschaffen. Erst James IV. (links), der erste Renaissancekönig, versuchte mit einer stehenden Armee, die er erstmals mit Kanonen ausrüstete, seine Macht zu festigen und strukturierte das Staatswesen um. Während seiner Regierungszeit gründete er 1495 zu den beiden bereits existierenden Universitäten in St. Andrews und Glasgow noch eine in Aberdeen. Doch die alte Alliance wurde ihm zum Verhängnis.
influßreichen Verwandten, ihre Macht fest in den Händen. Auch die katholische Kirche unterstützte ihre Regierung, ein Dienst, der ihr ein Vermögen einbrachte. Durch den Druck der Reformation zahlte die Kirche diese Summen gerne, um von der Krone vor der Reformation geschützt zu werden. 


