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Highland Dress
Die Geschichte des Tartans
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Die Herkunft des Tartan verliert sich im Dunkel der schottischen Geschichte. Es gibt unzählige Theorien, die sich letztendlich alle auf die wenigen Beweise stützen, die in der Geschichte ihre Erwähnung fanden. Als Virgil über die keltischen Völker schrieb, nannte er sie "Virgatis lucent sagulis", zu deutsch: "Sie leuchteten in gestreiften Gewändern". Ein paar Sätze zuvor hatte er ihre milchige Haut und ihr goldrotblondes Haar erwähnt, so dass sie in ihren gestreiften Gewändern wohl leuchtend anmuten mussten. Doch warum in gestreiften Gewändern? Waren die Streifen die Vorläufer des Karos? Nun, es gibt im Lateinischen kein Wort für kariert oder schachbrettartig. Wie würde man solch ein Muster also beschreiben wollen, als gestreift?Übrigens ist das Wort "sagulis", das Virgil benutzte, um die Hochländer zu beschreiben, seht interessant. "Sagulis" wurde zweifellos von "sagulum", der Verkleinerung von "sagum" abgeleitet, das "Tuch" bedeutet. Tuch bezeichnet wiederum ein Stück Stoff oder ein wollenes Material. Ein nicht uninteressanter Hinweis auf die Bekleidung der Hochländer zur Zeit Christi. Der Zeitpunkt, ab dem sich die Clans in individuelle Tartans kleideten, um sie als Mitglied dieses oder jenes Clans erkennen zu können, ist noch ungewisser als das Alter des Tartans selbst. In frühen schriftlichen Aufzeichnungen wird oft ein voll entwickeltes Clan-Tartan-System schon vor 1745 beschrieben und dass durch das Trageverbot nach der Schlacht von Culloden die Muster in Vergessenheit gerieten. Immerhin galt dieses Verbot 36 Jahre lang, von 1746 bis 1782 - eine lange Zeit. Hätte man sich nicht dennoch an die alten Muster erinnern müssen? Wie auch immer, Tartan wurde auch schon vor 1745 getragen. Konnte man aber einen Träger an seinem Tartan erkennen? Ein zeitgenössischer Bericht zeigt, dass dies zumindest in Einzelfällen nicht so war. Als nach der Schlacht von Culloden Cumberlands Männer über das Schlachtfeld zogen, um die Verwundeten zu töten, wollten sie einem Highlander gerade den Gnadenstoß versetzen, als dieser schrie: "Männer, haltet ein, ich kämpfe auf der Seite von Billy Cumberland. Ich bin ein Campbell." Die Soldaten antworteten: "Tut uns leid, aber du hast dein Bonnet verloren und so können wir dich nicht als einen Campbell erkennen." Zweifellos war er in Tartan gekleidet, sonst hätten sie ihn nicht als Highlander erkannt und niedergestochen, aber ohne sein Bonnet, mit dem Zweig seiner Clanspflanze und der schwarzen Kokarde der Hannoveraner konnten sie ihn nicht als Campbell erkennen. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Tragen von Hochlandkleidung sehr populär und jeder suchte nach seinem alten, teilweise vergessenen Clan-Tartan. Sir Walter Scott machte mit seinen Hochland-Novellen Furore, und dann kamen die, die alles verändern sollten, die Gebrüder Sobieski Wolfrit Stuart. In einer Zeit, in der gerne jeder Schotte seinen alten Familientartan präsentierte, jedoch viele keinen besaßen (ob er nun im Laufe der Jahrhunderte verloren ging oder nie existierte sei dahingestellt), war das 1842 erschienene "Vestiarum Scoticum" der Gebrüder Sobieski Wolfrit Stuart ein willkommenes Nachschlagewerk. ![]() Die Brüder waren seit 1819 allgemein als Tartan-Experten bekannt, die alte Aufzeichnungen über Tartanmuster entdeckt hatten und an einer Auflistung dieser vergessenen Tradition arbeiteten. Als 1822 König William IV. Schottland besuchte, bestürmtem sie viele Clanmitglieder, um von ihnen die alten Sets erklärt zu bekommen, denn Sir Walter Scott hatte das Besuchsprogramm erstellt und seiner Majestät empfohlen, in Hochlandtracht zu erscheinen. Natürlich mussten nun auch alle Schotten dem Treffen in Hollyrood House in Hochlandtracht beiwohnen. Zu diesem Zeitpunkt entstanden viele der noch heute bekannten Tartans. In dem 1842 erschienenen Vestiarum Scoticum wurden über 70 Tartans vorgestellt, die es 300 Jahre zuvor gegeben haben soll, eine Darstellung, die nie bewiesen werden konnte, aber allgemein anerkannt wurde. Die heute verwendeten Tartans, ob sie nun auf jahrhundertealte Muster zurückgehen oder erst im 19. Jahrhundert entstanden sind, werden von den verschiedensten Zusammenkünften überwacht und registriert. Die Scottish Tartan Society veröffentlichte mehrere Enzyklopädien und das Standing Council of Scottish Chiefs veröffentlichte in unzähligen Publikationen die Clan-Tartans. Jedoch werden jährlich neue Tartans entworfen und die verschiedenen Webereien machen durch ihre freie Namensgebung die Übersicht nicht gerade leichter. Dennoch kann der Tartanträger davon ausgehen, dass ein Clan-Tartan, egal von welcher Weberei er auch herstammen möge, bis auf kleine Nuancen immer gleich aussieht. Eine Tatsache, die im 19. Jahrhundert keineswegs selbstverständlich war. Nun, wie auch immer, Highlander tragen schon seit Jahrhunderten Tartans, wie einfach diese auch immer gewesen sein mögen. |
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Die Herkunft des Tartan verliert sich im Dunkel der schottischen Geschichte. Es gibt unzählige Theorien, die sich letztendlich alle auf die wenigen Beweise stützen, die in der Geschichte ihre Erwähnung fanden. Als Virgil über die keltischen Völker schrieb, nannte er sie "Virgatis lucent sagulis", zu deutsch: "Sie leuchteten in gestreiften Gewändern". Ein paar Sätze zuvor hatte er ihre milchige Haut und ihr goldrotblondes Haar erwähnt, so dass sie in ihren gestreiften Gewändern wohl leuchtend anmuten mussten. Doch warum in gestreiften Gewändern? Waren die Streifen die Vorläufer des Karos? Nun, es gibt im Lateinischen kein Wort für kariert oder schachbrettartig. Wie würde man solch ein Muster also beschreiben wollen, als gestreift?



