Startseite
Highland Dress
Der Plaid
Highland Dress
Der Plaid | Der Plaid | | Drucken | |
Zum Kilt trägt man im allgemeinen einen Plaid, wobei der Träger hier zwischen verschiedenen Arten von Plaids unterscheiden sollte. Zunächst wäre da der sogenannte Piperplaid (rechts), der aber nicht nur von Pipern getragen wird. Dabei handelt es sich um ein 3,00 m langes und 1,50 m breites Stück Stoff, welches an den beiden langen Seiten mit Fransen versehen ist, die in der Länge von zwei Zentimeter ausgefranseltem Stoff bis zu angesetzten 15 cm langen Wollfäden reichen können. Diesen Plaid legt man der Länge nach mit den Webkanten aufeinander und dann noch einmal der Länge nach zusammen, so dass der Plaid nur noch ein Viertel seiner ursprünglichen Breite aufweist. Dann wird er in der Hälfte gefaltet und ist schließlich ca 1,50 m lang und 33 cm breit. Im Gegensatz zu einem Piper trägt man ihn nun über die linke Schulter gelegt, so dass die beiden Enden mit den Fransen nach vorne kommen. Die zweite Version ist der Abendplaid (links). Bei diesem handelt es sich um ein Stück Tartan, der, an einem Ende zusammengelegt, mit einem Gurt um die Taille getragen wird. Die drei anderen Seiten sind befranst und das Ende, das dem befransten gegenüberliegt, besteht aus einem Knoten aus befransten Material, das an der Schulter befestigt wird. Der Abendplaid ergibt zusammen mit dem Kilt den Eindruck eines Gürtelplaid, ungeachtet der Tatsache, dass der historische Breacan Feile, der Gürtelplaid, keine Fransen hatte. Der Abendplaid bleibt, wie es der Name schon sagt, allein der Abendgarderobe vorbehalten und jeder, der sich tagsüber mit einem Plaid zeigen möchte, sollte den Piperplaid bevorzugen. Wobei dieser Plaid ja im Gegensatz zu dem vernähten Dekorationsstück wie dem Abendplaid auch universell einsetzbar ist. Bei Regen, Wind und Wetter kann man darin nicht nur sich, sondern auch seine Geliebte einwickeln und wärmen. Der Abendplaid kann in einer einfachen Ausführung als Flying Plaid auch einfach an einem Ende zusammengelegt und mit einer Plaid Brooch, einer Zierschliesse an der linken Schulter befestigt getragen werden. Das andere Ende hängt dann einfach wie ein kleiner Umhang hinten runter und wird nicht in der Taille mit einem Gurt befestigt. Alle oben beschriebenen Plaidsorten basieren auf dem historischen Gürtelplaid (rechts), einem etwa 4,50m langen und 1,50m breiten Stück Tartan, das der Länge nach in Falten gelegt, mit einem Gürtel in der Taille zusammengehalten und mit einer Schließe an der Schulter befestigt wurde. Der Gürtelplaid ist der Vorgänger des Kilt und wurde von den Highlandern schon vor vielen Jahrhunderten getragen. Das Anlegen eines Gürtelplaid erfordert einige Übung und die Tatsache, dass es darüber keine historischen Aufzeichnungen gibt, macht dieses Vorhaben nicht gerade leichter.Zum Anlegen eines Gürtelplaid legt man seinen Gürtel auf den Boden, dann faltet man den Tartan der Länge nach und legt diesen über den Gürtel. Nun legt man sich mit dem Rücken auf den gefalteten Tartan, nimmt den rechten Teil, legt ihn ohne Falten über sich nach links und den linken Teil ebenfalls glatt nach rechts. Nun wird der Gürtel geschlossen und der Träger kann sich erheben. Das Unterteil des Plaid sollte etwa bis Mitte Kniescheibe reichen, wobei das Oberteil über das Unterteil fällt und bis zu den Knöcheln reicht. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, den Gürtelplaid zu tragen. Entweder lässt man ihn so hängen als eine Art langen Kilt, oder man nimmt das rechte und linke lange Ende und steckt es sich jeweils rechts und links in die Seite, etwa 20cm tief in den Gürtel, so dass an der Vorderseite das kurze Unterteil des Gürtelplaid sichtbar wird. Dann greift man den langen Teil, der hinten immer noch bis zu den Knöcheln hängt, etwa in der Mitte und befestigt ihn mit einer Schließe an der linken Schulter. Oder man steckt nur das linke lange Ende in die linke Seite und nimmt das rechte lange Ende, um es mit dem langen Ende von hinten an der linken Schulter zusammen festzustecken. Auf jeden Fall entsteht hinten eine Art Sack, den man gegen Wind und Wetter über die Schulter zieht.
|
| < zurück | weiter > |
|---|



Zum Kilt trägt man im allgemeinen einen Plaid, wobei der Träger hier zwischen verschiedenen Arten von Plaids unterscheiden sollte. Zunächst wäre da der sogenannte Piperplaid (rechts), der aber nicht nur von Pipern getragen wird. Dabei handelt es sich um ein 3,00 m langes und 1,50 m breites Stück Stoff, welches an den beiden langen Seiten mit Fransen versehen ist, die in der Länge von zwei Zentimeter ausgefranseltem Stoff bis zu angesetzten 15 cm langen Wollfäden reichen können. Diesen Plaid legt man der Länge nach mit den Webkanten aufeinander und dann noch einmal der Länge nach zusammen, so dass der Plaid nur noch ein Viertel seiner ursprünglichen Breite aufweist. Dann wird er in der Hälfte gefaltet und ist schließlich ca 1,50 m lang und 33 cm breit. Im Gegensatz zu einem Piper trägt man ihn nun über die linke Schulter gelegt, so dass die beiden Enden mit den Fransen nach vorne kommen.
Die zweite Version ist der Abendplaid (links). Bei diesem handelt es sich um ein Stück Tartan, der, an einem Ende zusammengelegt, mit einem Gurt um die Taille getragen wird. Die drei anderen Seiten sind befranst und das Ende, das dem befransten gegenüberliegt, besteht aus einem Knoten aus befransten Material, das an der Schulter befestigt wird. Der Abendplaid ergibt zusammen mit dem Kilt den Eindruck eines Gürtelplaid, ungeachtet der Tatsache, dass der historische Breacan Feile, der Gürtelplaid, keine Fransen hatte. Der Abendplaid bleibt, wie es der Name schon sagt, allein der Abendgarderobe vorbehalten und jeder, der sich tagsüber mit einem Plaid zeigen möchte, sollte den Piperplaid bevorzugen.
Alle oben beschriebenen Plaidsorten basieren auf dem historischen Gürtelplaid (rechts), einem etwa 4,50m langen und 1,50m breiten Stück Tartan, das der Länge nach in Falten gelegt, mit einem Gürtel in der Taille zusammengehalten und mit einer Schließe an der Schulter befestigt wurde. Der Gürtelplaid ist der Vorgänger des Kilt und wurde von den Highlandern schon vor vielen Jahrhunderten getragen. Das Anlegen eines Gürtelplaid erfordert einige Übung und die Tatsache, dass es darüber keine historischen Aufzeichnungen gibt, macht dieses Vorhaben nicht gerade leichter.


