Club Claymore News

Am 17. Dezember 2010 lädt der Club Claymore wieder zur alljährlichen Weihnachtsfeier nach Spall ein. Präsentation der neuen Clubzeitschrift
weiter …
 

Schottland in Spall erleben

Halloween News

Am 31. Oktober 2009 hatte Pumpkin Jack himself zur ultimativen Halloween Jubiläums Kult Party geladen und alle waren gekommen. Aus nah und fern reisten Hunderte von Vampiren, Hexen, Kürbisköpfen, Untoten, weiter ...
 
Tartans ab 1700 PDF  | Drucken |
Scottish TartansNach dem Jakobiten-Aufstand von 1715 hatte die Regierung König Georges beschlossen, den Jakobiten-Clans Einhalt zu gebieten und beauftragte 1725 den Oberkommandierenden für Schottland, Marschall Wade sechs Hochlandkompanien aufzustellen. Die Aufgabe dieser  unabhängigen Einheiten war die Überwachung einzelner Gebiete und besonderes Augenmerk auf die Unternehmungen der Jakobiten zu haben. Die Rekrutierten kamen aus allen Teilen der Highlands, und so trugen sie natürlich die verschiedensten Tartans. Damit keiner der Whig-Clans, der regierungstreuen Clans, bevorzugt wurde, kreierte man kurzerhand einen neuen Tartan, der “Black Watch” genannt wurde. Dieser Tartan wurde zum ersten registrierten Muster der Highlands. Es war der erste Tartan, der definitiv mit einem Namen identifiziert wurde, und der Einfluß dieses Musters auf viele folgende ist unbestreitbar. Von diesem Tartan wurden bis auf eine Ausnahme alle Highland Regiment Tartans abgeleitet, und viele heutigen Clan-Tartans beziehen sich, wenn auch in abgeänderter Form, auf dieses Muster. Die Black Watch Kompanien trugen den Belted Plaid in dem dunkelgrünen Black Watch Tartan und spätestens ab 1740 rote Uniform-Jacken. Die meisten Rekruten dieser Regimenter waren Adelige, die ihren Dienst als einfache Soldaten leisten wollten. So mutete es seinerzeit einem englischen Soldaten auch eigenartig an, daß die meisten Soldaten des Black Watch Regiments von ihren eigenen Dienern begleitet wurden, die ihr Gepäck trugen. Eine Anekdote, die den hohen Anteil an Gentlemen-Soldaten bestätigt, soll sich wie folgt zugetragen haben. Der König, der noch nie einen Hochlandsoldaten gesehen hatte, kommandierte drei aus dem Black Watch Regiment nach London, um diese persönlich zu inspizieren. Nach einer langen Reise trafen zwei dann auch bei Hofe ein. Einer war auf der Reise in Aberfeldy erkrankt und verstorben. Vor dem König demonstrierten die beiden Highlander vom Clan Campell und Clan MacGregor ihre Kunst mit dem Claymore und der Lochaber Axt. Der König war so begeistert, daß er den für ihn als einfache Soldaten erscheinenden Gentelmen-Soldaten einem Guinea zuwarf. Die zutiefst in ihrer Gentlemen-Würde verletzten Soldaten nahmen das Geschenk, wie hätten sie es dem König ablehnen können, und steckten es bei ihrer Abreise den Torwächtern zu.

Scottish Tartans Spätestens im 18. Jahrhundert verdrängte langsam der Kilt den Belted Plaid. Schon im Jakobitenaufstand von 1715 hatte man bemerkt, daß der Belted Plaid für den Kampf ungeeignet war. Viele Highlander konnten nach der Schlacht nicht bei der Armee bleiben, weil sie “...einen Teil ihrer Kleidung, der sie vor Kälte schützte und dazu noch als Bettzeug diente, auf dem Schlachtfeld zurückgelassen hatten”. “Um das zu verstehen”, berichtete er, ”muß man die Tracht und die Kampfweise der Highlander kennen. Sie tragen zwei kurze Westen, von denen die obere nur bis zur Taille reicht, die untere etwa fünfzehn Zentimeter länger ist, kurze Strümpfe, die kaum bis an die Knie gehen, und keine Hose. Über dem ganzen wird ein weites Stück getragen, das in der Taille mit einem Gürtel zusammengehalten als Mantel dient, jedoch gewöhnlich an der linken Schulter befestigt wird, so daß der rechte Arm frei bleibt. Beim Kampf legen sie diesen ärmellosen Mantel ab, um mehr Bewegungsfreiheit zu haben. Werden sie besiegt, bleiben diese Mäntel dann auf dem Kampffeld zurück.” Aus anderen Berichten erfahren wir, daß Highlander, die keinen Schild hatten, sich ihren Plaid bei einem Kampf um den linken Arm wickelten, um damit Schwerthiebe und Kugeln abzufangen.

Nun, wer genau als Erstes die Idee hatte, den Belted Plaid etwas praktischer zu gestalten und den Kilt erfand, verliert sich wie so vieles im Dunkel der Geschichte. Niedergeschrieben wurde jedoch ein Fall, in dem etwa um 1715 in Glengarry der Eisenhüttendirektor Rawlinson die Wende brachte. Rawlinson hatte einen englischen Freund, der Schneider war und an der schottischen Tracht sehr interessiert war. So kam eines Tages ein Highlander mit einem vom  Regen durchnässten Belted Plaid in die Stube, in der Direktor Rawlinson mit seinem Freund dem Schneider am Feuer saßen. Zum Erstaunen des Schneiders legte der Highlander seinen nassen Mantel nicht ab. Als der neugierige Schneider den Highlander befragte, stellte er fest, daß der Mantel ein vollständiger Anzug war, der mit einem Gürtel in der Taille gehalten wurde. Bei jedem Anziehen mußten die Falten im unteren Bereich des Kleidungsstückes neu gelegt werden. Der Schneider erdachte nun eine neue Variante, in der das Tuch in zwei Teile geteilt wurde, die Falten in dem unteren Bereich vernäht wurden und somit immer in Form blieben und der obere Teil nun nach belieben abgelegt werden konnte. Rawlinson war begeistert und bereits wenige Tage nach diesem Ereignis trug er Scottish Tartanseinen Kilt. McDonell of Glengarry erkannte ebenfalls die Vorzüge dieser neuen Mode und trug fortan nur noch Kilt. In den nächsten Jahren verbreitete sich der Kilt über das ganze Land und das Ende des jahrhundertelang getragenen Belted Plaid war gekommen. Natürlich würde kein Schotte jemals behaupten, daß ein Engländer der Erfinder des Nationalkleidungsstückes sein könnte.
 
Diese Behauptung wäre auch nicht haltbar, insbesondere, da aus vielen Teilen Schottlands immer wieder Aufzeichnungen lange vor der offiziell dokumentierten “Erfindung” des Kilts auf das Tragen dessen hinweisen. So schrieb beispielsweise Donald MacLeod, nach seinem aktiven Dienst als Sergeant bei den Royal Scots in seiner Biographie 1791, daß er sich noch lebhaft an die Hungersnot 1698 erinnerte und an die Kleidung, die er als kleiner Junge trug. “Wir Knaben trugen ein Wollhemd, einen Kilt und eine Weste.” Nun, tatsächlich wurde einerseits der Plaid teilweise noch bis Anfang des 19. Jahrhunderts getragen, andereseits der Kilt schon im 17. Jahrhundert, wenn nicht früher. Auch Prince Charles Edward Stuart trug bei seiner Revolution 1745 oft den Kilt, jedoch meistens Hosen in Tartan-Muster, da diese zum Reiten bei einem Mann wesentlich praktischer erscheinen als der Kilt. Nach seinem triumphalen Einmarsch in Edinburg wurde der Tartan für wenige Monate sehr begehrt, und geschäftstüchtige Handelsfirmen präsentierten die neusten Tartanmuster.
 
< zurück   weiter >

15 Jahre Halloween Spall

Scottish Pop Rock

Scottish Festival

Celtic Music