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The History of Tartans
Tartans ab 1600
The History of Tartans
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Zu welchem Zeitpunkt sich die Clans in individuelle Tartans kleideten, der Betrachter sie also an ihrem Muster als Mitglied diesen oder jenen Clans erkennen konnte, ist noch ungewisser als das Alter der Tartans selbt. In frühen Werken wird oft aufgeführt, daß es schon vor 1745 ein voll entwickeltes Clan-Tartan-System gab und durch das Trageverbot nach der verlorenen Schlacht von Culloden, die Muster in Vergessenheit gerieten. Immerhin sechsunddreißig Jahre lang von 1746 bis 1782 galt dieses Verbot. Eine lange Zeit. Hätte man sich nicht dennoch an die alten Muster erinnern müssen? Wie auch immer. Tartan wurde schon lange vor 1745 getragen. Jedoch, konnte man einen Träger an seinem Tartan erkennen? Ein zeitgenössischer Bericht zeigt, daß dies zumindest in Einzelfällen nicht so war. Als nach der Schlacht von Culloden Cumberlands Männer über das Schlachtfeld zogen, um die Verwundeten zu töten, wollten sie einem Highlander gerade den Gnadenstoß versetzen, als dieser schrie: ”Männer, haltet ein. Ich kämpfe auf der Seite von Billy Cumberland. Ich bin ein Campell.” Die Soldaten antworteten: ”Tut uns leid, aber du hast dein Bonnet verloren, und so können wir dich nicht als Campell erkennen.” Zweifellos war er in Tartan gekleidet, sonst hätten sie ihn nicht als Highlander erkannt und niedergestochen, aber ohne sein Bonnet mit dem Zweig seiner Clanspflanze und der schwarzen Kokarde der Hannoveraner konnten sie ihn nicht als Campell erkennen. Wenn auch heute jeder Schotte Tartan trägt, war in alten Tagen der Tartan die Kleidung der Highlander. Die meisten Schotten aus den Lowlands hätten niemals Tartan getragen, bevor er durch die Romane Sir Walter Scotts und dem Aufleben jakobitischer Romantik sehr populär und gesellschaftsfähig wurde. Ein Laird aus dem Tiefland brachte es bei der Frage, ob er einen Tartan tragen würde, auf den Punkt: ”Nein, Gott sei Dank nicht. Meine Ahnen waren allzeit in der Lage, sich Hosen zu leisten.” Der Bürgerkrieg setzte den Anfang für eine romantisierte Zeit, die die Entwicklung des Tartans wie keine andere Epoche beeinflussen sollte. Die Jakobiten, die Anhänger des schottischen Königshauses Stuart, begannen ihren ruhmreichen Weg durch die Geschichte, und jene romantischen Gefühle, zu denen die Bewegung den Anstoß gab, wurde im Laufe der Jahrhunderte zur Schwärmerei für alles, was mit den Highlands zu tun hatte, und viele heute zur Hochlandtracht gehörenden Eigenheiten haben ihren Ursprung in dieser Zeit. So sind die weißen Gamaschen der Hochland-Regimenter eine Erinnerung an einen Wintermarsch nach Inverlochy im Jahre 1645, als die Highlander die vom Kampf zerfetzten Überreste ihrer Hemden zum Schutz gegen den Schnee um ihre Füße und Beine wickelten. Bevor sie sich schlafen legten, sollen sie ihre Plaids, so heißt es, in kaltes Wasser getaucht haben, damit ihre Körperwärme in der nassen Kleidung einen warmen Dunst erzeugte. Der Hauptgrund, warum sich die Hochlandtracht so autark entwickelte, war die Tatsache, daß die Highlands bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts etwas abgeschieden vom übrigen Schottland standen. Die eigene gälische Sprache, das Überleben des Feudalismus und das kaum Vorhandensein von Straßen stellte ein Problem für die Reisenden in den Norden dar. Erst der Jakobitismus, eine Bewegung, die von vielen Hochlandclans unterstützt wurde, zwang die Regierung in Edinburgh sich für die unklaren politischen Verhältnisse in den Highlands zu interessieren. Der Tartan, als Jakobiten- und Halunkentracht bekannt, kam zu Ehren als Symbol eines unterdrückten Nationalgefühls. Seine Beliebtheit wuchs auch außerhalb der Highlands schnell heran.Durch den Bau von Straßen durch Marschall Wade gelangten nun Reisende leichter in die entlegenen Hochtäler und lernten die Traditionen der Highlander kennen. Aus unzähligen Reiseberichten erhalten wir einen Überblick über die Lebensart im Norden Schottlands zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Die Hochlandtracht hatte sich, seit dem der Belted Plaid hundert Jahre zuvor das safranfarbene Hemd verdrängt hatte, kaum verändert, jedoch begannen die Clantartans ihre entgültige Form anzunehmen. Martin, Verwalter des Laird MacLeod auf der Insel Skye, war einer der ersten, die niederschrieben, “..., daß alle Inseln sich voneinander durch die Machart der Plaids, wie durch die Breite und die Farben der Streifen, unterscheiden”. Das gleiche traf, wie er schrieb, auch für die anderen Teile der Highlands zu. Leider wurde nicht erwähnt, wie es sich bei Inseln verhält, auf denen mehrere Clans angesiedelt waren. Auf Skye herrschten beispielsweise die MacLeods und die MacDonalds. Trugen diese alten Rivalen ihren eigen Tartan, oder teilten sie sich einen gemeinsamen District-Tartan. In seinen Niederschriften beschrieb Martin auch die weibliche Hochlandtracht. Demnach trugen die Frauen weiße Plaids, Airsaids genannt, die rot, blau und schwarz gestreift waren. Die Gewänder, die vom Hals bis zu den Füßen reichten, waren auf der Brust mit einer Silberschnalle zusammengehalten. Die Ärmel des Unterkleides schauten aus scharlachrotem Gewebe mit goldenen Spitzen besetzt hervor. Zur gleichen Zeit unternahmen die Chiefs des Clan Grant einen Versuch, ihre Männer in einheitlichen Tartan zu kleiden und befahlen einigen Hundert von ihnen Tartanjacken in gleicher Farbe und in gleichem Schnitt zu tragen. Wenig später befahl Sir Ludovic Grant allen Pächtern, sich Hochland-Jacken, -Hosen und kurze Strümpfe aus einem rot-grünen, breitgemusterten Tartan zu besorgen. Ob diese Anweisungen von Erfolg gekrönt waren, mag dahingestellt sein. Jedenfalls tragen auf allen Gemälden der Grants nur ein Dudelsackpfeifer und ein Kämpfer den gleichen Tartan, der allerdings dem heutigen Tartan des Clan Grant tatsächlich ähnelt. Tatsache ist, daß die Highlander zu dieser Zeit offensichtlich häufig einen Tartan ihrer Wahl trugen, einige sich mit dem gleichen Muster identifizierten, jedoch man von einem einheitlichen Clan-Tartan, den jedes Clan-Mitglied trug, weit entfernt war.
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Zu welchem Zeitpunkt sich die Clans in individuelle Tartans kleideten, der Betrachter sie also an ihrem Muster als Mitglied diesen oder jenen Clans erkennen konnte, ist noch ungewisser als das Alter der Tartans selbt. In frühen Werken wird oft aufgeführt, daß es schon vor 1745 ein voll entwickeltes Clan-Tartan-System gab und durch das Trageverbot nach der verlorenen Schlacht von Culloden, die Muster in Vergessenheit gerieten. Immerhin sechsunddreißig Jahre lang von 1746 bis 1782 galt dieses Verbot. Eine lange Zeit. Hätte man sich nicht dennoch an die alten Muster erinnern müssen? Wie auch immer. Tartan wurde schon lange vor 1745 getragen. Jedoch, konnte man einen Träger an seinem Tartan erkennen?
die Hochlandtracht so autark entwickelte, war die Tatsache, daß die Highlands bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts etwas abgeschieden vom übrigen Schottland standen. Die eigene gälische Sprache, das Überleben des Feudalismus und das kaum Vorhandensein von Straßen stellte ein Problem für die Reisenden in den Norden dar. Erst der Jakobitismus, eine Bewegung, die von vielen Hochlandclans unterstützt wurde, zwang die Regierung in Edinburgh sich für die unklaren politischen Verhältnisse in den Highlands zu interessieren. Der Tartan, als Jakobiten- und Halunkentracht bekannt, kam zu Ehren als Symbol eines unterdrückten Nationalgefühls. Seine Beliebtheit wuchs auch außerhalb der Highlands schnell heran.
Die Ärmel des Unterkleides schauten aus scharlachrotem Gewebe mit goldenen Spitzen besetzt hervor. Zur gleichen Zeit unternahmen die Chiefs des Clan Grant einen Versuch, ihre Männer in einheitlichen Tartan zu kleiden und befahlen einigen Hundert von ihnen Tartanjacken in gleicher Farbe und in gleichem Schnitt zu tragen. Wenig später befahl Sir Ludovic Grant allen Pächtern, sich Hochland-Jacken, -Hosen und kurze Strümpfe aus einem rot-grünen, breitgemusterten Tartan zu besorgen. 


